Samstag, 5. März 2016

Zurückweisung.

Vor acht Jahren.
Zurückgewiesen von dem Menschen, der so nah kommen durfte, wie kein anderer. Bei dem sie sich wohl fühlte, obwohl er vier Jahre älter war. Zurückgewiesen von dem Menschen, der ihr alles bedeutete, der auf sie aufpasste und der ihr das Gefühl von Liebe gab. Ein Gefühl, dass sie schon mit 14 Jahren gesucht hatte und von ihm bekam.
Es beschützte sie vor den Menschen, die ihr Schaden zufügen wollten (und es geschafft haben.)
Doch dann wurde alles anders. Ihre Gefühle fielen in sich zusammen, als er seine Freundin vorstelle. In seinem Alter, wunderschön.
Sie verlor ihn und sie wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dieses Gefühl sie prägen wurde. Zurückgewiesen von dem Menschen, den sie liebte.
Wenn er sie ansah, durchfuhr sie weiterhin ein Schauer. Er lächelte ihr zu, selbst dann, wenn seine Freundin neben ihm saß.
Sie konnte sich nicht lösen. Und sie hoffte, dass es ihm ähnlich ging.

Heute.
Die Gefühle sind längt zu Eis gefroren. Seit ein paar Wochen hört er ihr wieder zu, versucht ihr Tipps zu geben. Er ist ein guter Mensch.
Er ist immer noch vier Jahre älter. Und er hat immer noch eine Freundin.
Der Unterschied ist, dass auch sie heute vergeben ist. Und sie ist es an den Menschen, der ihr alles bedeutet.
Doch sie schreibt viel mit dem Menschen von vor acht Jahren. Sie stützt sich wieder auf. Lässt sich in seiner Nähe wieder fallen und erzählt, was sie bedrückt. Er passt auf sie auf. Wie vor acht Jahren.

Bis sie auf einmal ein stechender Schmerz durchfährt. Das viele Schreiben wird aufhören, sagt er. Es wird nicht so bleiben, sagt er.
Zurückweisung.
Das Gefühl von vor acht Jahren sitzt in ihrem Herzen. Wenn sie eines gelernt hat, dann dass Zurückweisung weh tut. Dass dieses Gefühl nicht innerhalb von ein paar Tagen vergeht, sondern dass es sich festsetzt und alles verändert.

Und auf einmal verliert sie ihre Ehrlichkeit. Sie scherzt mit Tränen in den Augen, dass es ok ist.
Und verliert ihn wieder, auf die gleiche Weise wie früher.

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